Heinrich Brummack · Ausstellungen
Einzelausstellungen (Auswahl) Werke im öffentlichen Besitz
und privaten Sammlungen (Auswahl)
Heinrich Brummack ist 66er, aber einer von denen, die über 30 Jahre später nicht vergessen haben, wie der Hase (auf den zurückzukommen ist) damals lief.

Heinrich Brummack ist Moralist ohne erhobenen Zeigefinger und mit seinen Ansichten und Arbeiten seiner Zeit immer wesentlich voraus.

Er wundert sich aber nicht, wenn das, was er 20 Jahre zuvor anregte, auf einmal interessante Normalität ist - nicht nur in der Kunst

Heinrich Brummack ist Bildhauer und Gartenarchitekt mit surrealen und realen Träumen und mit einem Faible für das Unerwartete.

So gewann er mehrere Wettbewerbe, deren Entwürfe nie ausgeführt wurden. Wer will sich schon gern im Bundeskanzleramt zu einem Tisch der Autorität, in Brasilien zu einem Diktatorenthron oder in Europa zu Aggressions-objekten bekennen?

Heinrich Brummack nutzt in seinem Werk die Mittel von Karikatur und Satire, ohne jedoch bildhauerische Gesetze zu missachten. Nimmt es da Wunder, dass sich ohne über zwei Meter hohe gusseiserne, vergoldete Vase auf dem Verkehrskreisel eines Industrie- und Gewerbegebietes gegen Mac Donald und Co glänzend durchzusetzen vermag?


Aber nun erst seine »Wildschweine aller Länder vereinigt Euch« (Wolfgang Neuss und Wolf Bierrnann brachten es nur auf »Komiker aller Länder. . .) - die Tauben, Hasen und Beziehungskisten . . . .
Der »(Angelnde) Stadthase« über dem Flüsschen Hase in Osnabrück soll nun bald Gesellschaft bekommen in Gotha. Angeregt von den
güldenen Trinkgefäßen der Gothaer Schatzkammer des Schlosses, haben diese sich bei Brummack mit viel Spaß vermehrt - in Grün, Rot oder Naturfarben.
Bei Joseph Beuys ist der Hase Symbol für Inkarnation, bei Heinrich Brummack steht er für Freiheit, Liebe und Freundschaft. So wird das Hasenportal für Gotha sowie die Ausstellung im Brettersaal und auf dem Hof des Schlosses eine außorordentliche, sinnliche und unterhaltende Bereicherung des Ausstellungs- und des Skulpturenprogramms der Stadt werden.

Jörg-Heiko Bruns


1969 Galerie Schüler, Berlin
Möbelskulpturen
1974 Kunsthalle, Köln
Möbelskulpturen und Agressionsobjekte
1977 BDI Köln, Hölzerne Phantasien
1979 Karl-Ernst-Osthaus-Museum, Hagen
Behausungen und anderes
1979 Galerie Hajo Müller, Köln
Zelte und Zäune
1981 Harlekin-Art, Wiesbaden
Nichtarchitekturen
1982 Artothek, Köln, Weiche Architektur,
Tempel der Schmetterlinge
1985 Galerie Wilbrand, Köln. Fertige und nichtfertige Architekturskulpturen
1987 Documentabeteiligung, Kassel
"Eine Skulptur heiratet" (Palastzelt)
1988 Kunsthalle Köln, "Zehn und Zehn"
1990 Hannover "Bis jetzt", Plastik im Außen-
raum der Bundesrepublik
1994 Galerie Jaspers, München
Überblick, 1965-1993
1994 Privatgrün Fuhrwerkswaage, Köln
1995 Skulpturenprojekt, Gotha
1996 Grab mit Vogeltränke, Künstlernekropole
Kassel-Habichtswald
1997 Tuchfühlung, Langenberg
1998 "Zwischenraum", Münster
1998 Westfälischer Friede (u.a. Wächtertauben
Münster)
1999 Modelle, Skulpturen, Utensilien, Bezie-
hungskisten, Stadtgalerie Osnabrück
(mit Außenprojekten)
2001 Skulpturen, Modelle, Zeichnungen
In der Hirschwirtscheuer, Künzelsau
(Museum Würth)

MUSEEN

Neue Nationalgalerie, Berlin
Wilhelm-Lehmbruck-Museum, Duisburg
Karl-Ernst-Osterhaus-Museum, Hagen
Museum Wiesbaden
Neue Galerie Kassel
Kunstgewerbemuseum, Hamburg
Katsumi Kawamura Museum, Tokyo
Museum Würth, Künzelsau

PRIVATSAMMLUNGEN

Sammlung Gustav Stein
Sammlung Lothar Ahlert

STÄDTE

Flughafen Berlin Tegel (Wolkentor)
Bundesgesundheitsamt Berlin (Gartenanlage)
Marktbrunnen Wehlheider-Platz, Kassel
Centralbücherei (Kinderbibliothek), Köln
Köln Ehrenfeld, U-Bahnhof, Akazienweg
(VIATORI ILLEGALI)
WestLB, Düsseldorf (Gartenanlage)
Osaka, Japan, (Birthday table)
Nykosia, Cypern (Golden Stone of Nykosia)
Kunstpreise
1966 Villa-Massimo-Preis, Rom
1966 Junge Generation, Berlin
1969 Villa-Romana-Preis, Florenz
1972 Preis im Wettbewerb "Projekt", des
Westdeutschen Künstlerbundes
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